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Johann Peter Hebel - Mundartdichter und bedeutendste Persönlichkeit der Region


Hermann Hesse nannte ihn einst den größten deutschen Erzähler, auch Goethe und Tolstoi zählten zu seinen Bewunderern. Für die Markgräfler ist Johann Peter Hebel die bedeutendste Persönlichkeit ihrer Region. Er etablierte die alemannische Mundart in der deutschen Dichtkunst und machte sie weit über die Grenzen hinaus bekannt.

Johann Peter HebelAls Sohn eines Leinenwebers erblickte Hebel am 10.Mai 1760 in Basel das Licht der Welt. Bereits als Einjähriger verlor er seinen Vater und seine jüngere Schwester wegen einer Infektionskrankheit.

Da seine Familie im Sommer in Hausen im Wiesental, im Winter dagegen in Basel wohnte, besuchte Hebel unterschiedliche Schulen. So war er Schüler der Volksschule in Hausen sowie der Lateinschule in Schopfheim. Später drückte er die Schulbank im Basler Gymnasium. In seinem Beisein erlag seine Mutter 1773 einer schweren Erkrankung. Fünf Jahre später begann er ein Theologiestudium in Erlangen, dass er 1778 abschloss.

Im Anschluss an sein Studium arbeitete er zunächst als Hauslehrer in Hertingen. Später war er in Lörrach als Hilfslehrer am Pädagogium tätig. Es folgt die Berufung zum Subdiakon an das Karlsruher Gymnasium, wenig später wird er zum Hofdiakon befördert. 1778 wird Hebel zum außerordentlichen Professor ernannt. Er unterrichtete mehrere Unterrichtsfächer, unter anderem Botanik und Naturgeschichte.

Trotz seiner beruflichen Erfolge quält Hebel eine gewisse Sehnsucht nach seiner Heimat, sodass er 1800 begann diese in den „Alemannischen Gedichten“ zu verarbeiten. Die 32 Gedichte wurden im Wiesentäler Dialekt verfasst und erzählen von der vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt der südbadischen Region. Aber auch die Liebe, der Tod oder die Arbeit thematisierte Hebel in seinen Werken. Fast zwei Jahre suchte er nach einem Verleger für die Gedichte, der Karlsruher Verleger Macklot veröffentlichte schließlich 1803 den Band. Die „Alemannischen Gedichte“ feierten große Erfolge, wurden mehrmals sogar neu aufgelegt. Die Rezensionen der Dichter Goethe und Jean Paul etablierten Hebel schließlich in der deutschen Poesie-Elite.

Als Chefredakteur des Rheinischen Hausfreundes verfasste Hebel in den folgenden Jahren regelmäßig Kalendergeschichten, die Anekdoten, Schwänke oder Neuigkeiten beinhalteten. 1818 begann er mit der Arbeit an den „Biblischen Geschichten“, die jahrelang als Lehrbuch für den Religionsunterricht genutzt wurden.

1821 hatte Johann Peter Hebel maßgeblichen Anteil an der Generalsynode zur Union der lutherischen und reformierten Kirche in Baden. Außerdem wird er zum Ehrendoktor der theologischen Fakultät der Universität Heidelberg ernannt. Am 22. September 1826 starb Hebel während einer Dienstreise in Schwetzingen.

Seit 1936 verleiht das Bundesland Baden-Württemberg alle zwei Jahre an Schriftsteller, Übersetzer, Medienschaffenden und Wissenschaftler, die mit dem alemannischen Sprachraum verbunden sind, den Johann-Peter-Hebel-Preis. Obendrein findet in Hebels Heimatgemeinde Hausen im Wiesenthal alljährlich das Hebelfest statt, bei dem auch die Johann-Peter-Hebel-Gedenkplakette feierlich an Persönlichkeiten aus der Oberrheinregion übergeben wird.

Des Weiteren tragen ausgewählte Schulen und Straßen im deutschsprachigen Raum seinen Namen, verschiedene Vereine der Region widmen sich Hebels Leben und literarischem Schaffen.

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Externe Links zum Thema:

www.de.wikipedia.de
www.hausen-im-wiesental.de
www.hebelbund.de

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Autor: Geschrieben von: Dirk Dölker PDF Drucken Diese Seite empfehlen Zum Seitenanfang zurück

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