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Martin Waldseemüller - Kartograf aus Schallstadt-Wolfenweiler


Ein Fehler des südbadischen Kartografen Martin Waldseemüller gab Amerika seinen heutigen Namen. In seiner Weltkarte aus dem Jahre 1507 werden die westlichen Landmassen erstmals als Amerika bezeichnet, benannt nach dem italienischen Seefahrer Amerigo Vespucci.

Martin WaldseemüllerAls Sohn eines Metzgers wurde Waldseemüller 1470 in Schallstadt-Wolfenweiler geboren. Er studierte an der Universität Freiburg Mathematik und Geografie und beschäftigte sich später mit der Kosmologie am Gymnasium Vosagense in Saint-Dié, wo er auch als Kartograf arbeitete.

An der Universität Freiburg lernte Waldseemüller den Elsässer Matthias Ringmann kennen, mit dem er nach Beendigung seines Studiums nach Saint-Dié reiste. Ringmann, der an der Erstellung der Weltkarte beteiligt war, gilt nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen als der eigentliche Motor der Namensgebung.

1507 schuf er sein bekanntestes Werk - eine dreiteilige, kartographische Arbeit, die erstmals die Bezeichnung Amerika nutzte. Die gesamte Publikation bezog sich auf die Entdeckungsreisen des Seefahrers Vespucci und wurde dem Kaiser Maximilian I gewidmet. Die Weltkarte, die aus 12 rechteckigen Einzelstücken bestand, betitelte erstmals die „Neue Welt“ als Amerika, da sich Ringmann, wohl gegen den Widerstand Waldseemüllers, durchsetzte und Vespucci einen maßgeblichen Anteil bei der Entdeckung des Westens zusprach.

Die Weltkarte WaldseemüllersRingmann begründete die Namensgebung in seiner Cosmographiae Introductio folgendermaßen: "Nun in Wahrheit wurden diese Teile der neuen Welt besonders erkundet und ein weiterer Teil von Americus Vesputius entdeckt […] und es ist nicht einzusehen, warum jemand es verbieten sollte, das neue Land Amerige, Land des Americus, zu nennen, nach seinem Entdecker Americus, einem besonders scharfsinnigen Mann, oder America, da sowohl Europa als auch Asien ihre Namen von Frauen haben […]". Nach einer Quelle aus dem Opusculum Geographicum Johannes Schöners hat Vespucci selbst direkten Einfluss auf die Namensgebung genommen.

Wohl deshalb widerrief Waldseemüller bereits 1513, nach dem Tod Ringmanns, die Namensgebung und verzichtete in folgenden kartografischen Arbeiten auf die Bezeichnung Amerika. Diese hatte sich, vor allem durch in der breiten Öffentlichkeit jedoch bereits durchgesetzt, sodass der Kontinent bis heute diesen Namen trägt.

Im Jahr 2007 wurde die Weltkarte für 10 Millionen US-Dollar an die Library of Congress in Washington verkauft. Das ist die höchste Summe, die bisher jemals für ein kartografisches Werk ausgegeben wurde.

Für die damalige Wissenschaft war das kartografische Werk von großer Bedeutung. Man sah sie als als bahnbrechendes Vorbild an, nach dem sich zukünftige Arbeiten zu richten hätten. Es stellte erstmals die Großartigkeit und Dimension der Erdkugel dar. 

Kartenausschnitt mit der Bezeichnung AmerikaZudem rätselt die heutige Wissenschaft, woher Waldseemüller schon 1507 von einem großen Ozean jenseits von Amerika wusste und warum er eine zweite Karte publizierte, auf der Südamerika als ein Teil Asiens und damit nicht mehr als eine „Insel" verzeichnet ist. Es wird vermutet, dass es sich um geografische Kenntnise handelte, die in gewissen Kreisen, wie z.B. unter portugiesischen Seglern der Zeit, als bestätigt galten.

1520 starb Martin Waldseemüller als bedeutender und anerkannter Kartograf seiner Zeit in Saint-Dié.

Externe Links zum Thema:
www.de.wikipedia.org
www.welt.de

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Bildnachweis (nach Reihenfolge): (1-3) © gemeinfrei
Autor: Geschrieben von: Dirk Dölker PDF Drucken Diese Seite empfehlen Zum Seitenanfang zurück

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