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„Trinkwasserschutz muss Vorrang haben“

Die Stadtwerke MüllheimStaufen und die Stadt Staufen wollen den Konflikt mit der Gemeinde Münstertal und der Windenergie Münstertal Planungs GmbH um den Bau von Windkraftanlagen auf dem Breitnauer Kopf auflösen. Den Standort Breitnauer Kopf halten Stadtwerke und Stadt Staufen wegen Gefahren für die Trinkwasserversorgung für ungeeignet. Sie appellieren an die Gemeinde Münstertal und die Planungsgesellschaft, vom Windkraftstandort Breitnauer Kopf Abstand zu nehmen und gemeinsam die Planung anderer Windkraftstandorte in der Region anzugehen.

Zum Hintergrund: Bei einer Bürgerbefragung im Jahr 2011 hatten die Münstertäler Bürger den Windkraftstandort Breitnauer Kopf mit großer Mehrheit befürwortet. Die Windenergie Münstertal Planungs GmbH vertritt etwa 50 Gesellschafter, die Windräder am Standort Breitnauer Kopf in Münstertal bauen will.

Auch die Stadtwerke und die Stadt Staufen stehen der Windkraftnutzung grundsätzlich positiv gegenüber. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, bis 2050 klimaneutrale Kommune zu werden, die Nutzung der Windkraft spielt auf dem Weg dorthin eine wichtige Rolle“, sagt Staufens Bürgermeister Michael Benitz. „Wir dürfen und wollen dabei aber keinesfalls die Trinkwasserversorgung gefährden, daher wenden wir uns gegen den Bau von großen Windrädern auf dem Breitnauer Kopf. Welche fatalen Folgen solche gravierenden Eingriffe haben können, zeigen die durch die Geothermiebohrungen hervorgerufenen Hebungsrisse in unserer Stadt bis heute. Ein ähnliches Risiko können und wollen wir für unsere Trinkwasserversorgung nicht eingehen. Der Trinkwasserschutz muss Vorrang haben.“  Die Quellen im Einzugsgebiet des Breitnauer Kopfes versorgen insgesamt rund 13.000 Menschen in Münstertal und Staufen mit Trinkwasser bester Qualität. Durch den Bau von Windrädern sind Beeinträchtigungen der Quellschüttung der Staufener Quellen zu befürchten.

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Vor 110 Jahren hatte die Stadt Staufen die Quellen erworben, erst im vergangenen Jahr waren die Wasserrechte für weitere 30 Jahre von der Unteren Wasserbehörde übertragen worden. Gemeinsam mit der Gemeinde Münstertal hat man den Hochbehälter Bühl in Münstertal gebaut, der von beiden Kommunen genutzt und gewartet wird. Zuständig für die Trinkwasserversorgung in Staufen sind seit ihrer Gründung im Herbst 2009 die Stadtwerke MüllheimStaufen.

„Wir sehen uns als Wasserversorger in der Verantwortung, das Trinkwasser zu schützen“, sagt Jochen Fischer, Geschäftsführer der Stadtwerke MüllheimStaufen. „Gleichzeitig wollen wir als regenerativer Energieversorger die Energiewende in der Region voranbringen und setzen uns – wo immer möglich – für den Ausbau der Windenergie ein“, so Fischer weiter.

Unkalkulierbare Risiken


Nachdem die Kommunen Staufen und Münstertal zunächst im Gemeindeverwaltungsverband Staufen-Münstertal mit der Aufstellung eines Flächennutzungsplanes für den Windkraftstandort am Breitnauer Kopf begonnen hatten, wurden auch die Risiken für die Trinkwasserquellen beleuchtet. Hierzu von der Stadt Staufen in Auftrag gegebene hydrologische und geologische Gutachten kommen zu dem Ergebnis, dass „aus dem Bau und Betrieb von Windenergieanlagen an den geplanten Standorten am Breitnauer Berg ein nicht abzuschätzendes Gefährdungsrisiko für die Felsen-, Holzriesen- und Stollenquelle resultiert.“

Worin besteht nun die konkrete Gefährdung? „Wenn durch Bau oder Betrieb der geplanten Windkraftanlagen beispielsweise oberflächennahes Wasser verunreinigt würde oder die Fließrichtungen und damit die Quellschüttung beeinflusst würden, hätte dies gravierende Folgen für die Quellen insgesamt“, stellt Fischer fest. Aus diesen Gründen sei die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes durch den Gemeindeverwaltungsverband abgebrochen worden, auch andere Standorte am Breitnauer Kopf würden derzeit nicht untersucht.

Gemeinsam Windenergie nutzen


Fischer und Benitz appellieren daher mit Nachdruck dafür, die Untersuchung möglicher Alternativstandorte auf dem Gebiet des Gemeindeverwaltungsverbandes Staufen Münstertal gemeinsam mit der Windenergie Münstertal Planungs GmbH aufzunehmen. In Frage kommen nach ihrer Ansicht Standorte am Enggründle-Grader Grund und am Rammelbacher Eck,  die an die Sulzburger Gemarkung anschließen, sowie die Flächen am Haldenköpfle am Schauinsland und am Hörnle in der Nähe des Wiedener Ecks. „Wir wollen zusammen mit regionalen Beteiligten wie der von den Stadtwerken initiierten Genossenschaft Bürger-Energie Südbaden (BEGS) und der Windenergie Münstertal Planungs GmbH Windkraftstandorte in unserer Region bauen und betreiben“, sagt Fischer. Am weitesten fortgeschritten sind derzeit die Planungen für den Bau von drei Windrädern am Laitschenbacher Kopf zwischen Münstertal und Ehrenkirchen. Hier laufen die Ausschreibungen, die Stadtwerke bewerben sich um eine Beteiligung an diesen Anlagen.
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Mittwoch, den 20. April 2016 um 08:02 Uhr | Dirk Ruppenthal
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