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Wasserkioske für den Senegal: Stadtwerke und Neoperl unterstützen Projekt des Rotary-Hilfswerks Müllheim-Badenweiler

Die Region Sine-Saloum ist nicht die trockenste im westafrikanischen Senegal. Im Gegenteil: Das Deltagebiet der Flüsse Saloum und Sine, die hier in den Atlantischen Ozean münden, ist bedeckt von weitläufigen Mangrovenwäldern, die seit 2011 erst als Unesco-Weltnaturerbe geschützt sind. Es fehlt nicht an Wasser, wohl aber an trinkbarem Wasser. Beispielsweise in dem Ort Diarrere, wo 6.000 Menschen von der Landwirtschaft leben. Es gibt dort zwar einen 20 Jahre alten Wasserturm, dessen Wasser jedoch ohne Aufbereitung nicht trinkbar ist. Die Menschen mussten bislang entweder salz- und fluorhaltiges Wasser aus Brackwasserbohrungen trinken oder sauberes Wasser aus dem Beutel kaufen – das bei einem Preis von 20 bis 50 Euro-Cent pro Liter für viele jedoch nicht bezahlbar ist. Die Folge für viele Menschen: schwere Gesundheitsprobleme wie Hypertonie und Fluorose.

Rund 150.000 Menschen haben jetzt eine Alternative. Sie können in lokalen Wasserkiosks für 1.5 Euro-Cent pro Liter sauberes Trinkwasser kaufen. Möglich ist dies durch die von der Schweizer Firma Swiss Fresh Water entwickelten Trinkwasseraufbereitungsanlagen, die in einer Behindertenwerkstatt in Fribourg zusammengebaut werden. Der Rotary-Club Müllheim-Badenweiler fördert in seinem Jubiläumsjahr 2016/17 diese Art der Wasserversorgung. Das Rotary-Projekt „Ein Wasserkiosk für den Senegal“ wiederum wird unter anderem von der Müllheimer Firma Neoperl und den Stadtwerken MüllheimStaufen finanziell unterstützt.

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Und so funktioniert das Ganze: Die kompakte Anlage, die nur 136 x 48 x 48 cm misst und 90 kg schwer ist, verfügt über zwei Reinigungsstufen. Mit Ultrafiltration werden Schmutz und Keime entfernt, mit der anschließenden Umkehrosmose werden Salz, Arsen, Fluor oder Metalle abgetrennt. Die Maschine produziert bis zu 170 Liter Trinkwasser pro Stunde und benötigt dafür 0,3 bis 0,5 kWh Energie, die aus Photovoltaikmodulen stammt oder vom lokalen Netz bezogen wird. Neben der Wasseraufbereitungsanlage umfasst das Projekt die Einrichtung eines Wasser-Lieferservices mit Kanistern vom Zentrum aus in das gesamte Dorf und die umliegenden dazugehörigen kleineren Orte in einem Radius von zehn Kilometern. Insgesamt werden so zehn direkte Arbeitsplätze geschaffen. Das Projekt trägt zur Verbesserung des Gesundheitszustandes der Bevölkerung bei und ist – durch Verbesserung der Lebensqualität und des sozialen Zusammenhalts – ein Beitrag im Kampf gegen die Landflucht. Das Wasser wird zu einem bezahlbaren Preis verkauft, damit die Anlage erhalten und die Arbeitsplätze gesichert werden. Kinder in Schulen und Gesundheitsstätten erhalten kostenloses Trinkwasser.

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Ein Projekt, das Schule machen könnte. Denn mit dieser dezentralen Aufbereitungsanlage kann Menschen sauberes Trinkwasser zu günstigen Preisen auch dort zugänglich gemacht werden, wo die Infrastruktur schlecht ist. Und das betrifft nach wie vor viele: Weltweit fehlt es mehr als 2,5 Milliarden Menschen an adäquaten sanitären Einrichtungen. Täglich sterben mindestens 3.000 Kinder an Durchfallerkrankungen, die durch verschmutztes Wasser hervorgerufen werden. Aus diesen Gründen ist das Thema „Trinkwasser und Hygieneförderung“ einer der sechs Kernbereiches des Future Vision Plans von Rotary. Rotary weltweit unterstützt Projekte, um nachhaltige Wasser- und Sanitärsysteme zu entwickeln und instand zu halten, und fördert Studien im Bereich Wasser und Hygiene.

Weitere Informationen über die Projektpartner – die Stiftung „Access to Water Foundation“ und die Firma „Swiss Fresh Water“: www.accesstowaterfoundation.org, www.swissfreshwater.ch

Spenden für das Projekt unter dem Stichwort "Wasserkiosk" an das Rotary-Hilfswerk Müllheim-Badenweiler e.V.:

Volksbank Müllheim
IBAN: DE63 6809 1900 0021 4646 27
BIC GENODE61MHL

Sparkasse Markgräflerland
IBAN: DE24 6835 1865 0008 0161 31
BIC SOLADES1MGL
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www.alemannenenergie.de
www.buerger-energie-suedbaden.de

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Bild(er) zur Verfügung gestellt von: Rotary-Hilfswerk Müllheim-Badenweiler e.V. (Fotos: Axel Ripper)
Freitag, den 17. März 2017 um 13:58 Uhr | Dirk Ruppenthal Diese Seite empfehlen Zum Seitenanfang zurck
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