Headpic Service markgraefler.de

Patientensicherheit und Qualität in Kliniken - Hochkarätige Podiumsdiskussion im Loretto-Krankenhaus

Zusammen mit Vertretern der Politik, der Kostenträger und des RKK Klinikums fand unter Einbeziehung von Patientinnen und Patienten im Loretto-Krankenhaus eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema „Patientensicherheit und Qualität im Krankenhaus“ statt. Einigkeit bestand darin, dass in den Kliniken eine hohe Qualität in der Patientenversorgung besteht und der Einstellung auf die individuelle Patientensituation durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei eine Schlüsselrolle zukommt.

Nach der Einführung in die von der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG) initiierten, und von Ministerpräsident Winfried Kretschmann als Schirmherrschaft unterstützten Themenwoche „Patientensicherheit und Qualität in den Baden-Württembergischen Kliniken“ durch den Moderator Martin Hoffmann begrüßte Oberin Schwester Edeltraud die zahlreich erschienenen Gäste. RKK Klinikum-Geschäftsführer Helmut Schillinger stellte, auch als Mitglied des Vorstandes der BWKG, zum Beginn der Podiumsdiskussion fest, dass Baden-Württemberg in punkto Krankenhauskosten seine Hausaufgaben bereits seit Jahren gemacht hat. So werden in Baden-Württemberg mit 53 Krankenhausbetten 10 Betten je 10.000 Einwohner weniger vorgehalten als im Bundesdurchschnitt. Hierdurch erreicht das Land im bundesweiten Vergleich seine Spitzenrolle in Hinblick auf die niedrigeren Behandlungskosten je Einwohner (BW: 782 Euro, BRD: 882 Euro). Helmut Schillinger erläuterte, wie Kompetenz und Menschlichkeit die Versorgungsrealität im RKK Klinikum bestimmen und Patientensicherheit in der Praxis umgesetzt wird: „Fehler können, bei aller Vorsicht, nie ausgeschlossen werden. Das Wichtigste ist daher eine gelebte Fehlerkultur, in der Beinahe-Fehler und unerwünschte Ereignisse analysiert und im Sinne eines ständigen Verbesserungsprozesses offen thematisiert werden.“ Zu der Strategie des RKK Klinikums im Bereich Patientensicherheit gehören organisatorische Maßnahmen wie das „Team-Timeout“ vor Beginn einer OP, regelmäßige und verpflichtende interdisziplinäre bzw. interprofessionelle Trainings von Notfallsituationen, Hygieneunterweisungen und Fallkonferenzen. Auch bauliche Maßnahmen wie Operationssäle mit einer speziellen Reinraumtechnik, die bei Eingriffen an den Knochen zusätzlich um den Einsatz eines Sterilhelmsystems durch das direkt an der OP beteiligten Personals ergänzt wird, sind zentraler Bestandteil des Konzeptes.

Teilnehmer-der-Podiumsdiskussion-im-Loretto-Krankenhaus-web
Befragt nach ihren Erwartungen an Patientensicherheit und Qualität im Krankenhaus waren sich die Vertreter der Politik (Bärbl Mielich, MDL Bündnis 90/Die Grünen; Gabi Rolland, MDL SPD; Dr. Klaus Schüle, Kreisvorsitzender der CDU Freiburg), der Kostenträger (Petra Spitzmüller, Stellvertretende Geschäftsführerin der AOK Freiburg) und Helmut Schillinger (Geschäftsführer RKK Klinikum) einig, dass Qualität und Menschlichkeit nur dann dauerhaft gewährleistet werden können, wenn die Personalausstattung und deren Finanzierung bei der Überarbeitung des seit über 10 Jahren bestehenden Vergütungssystems stärker einbezogen werden und Krankenhäusern in Zukunft eine auskömmliche Finanzierung erhalten. Hierfür sagten Bärbl Mielich und Gabi Rolland ihre politische Unterstützung zu. Auch die Qualität der Patientenversorgung gilt es stärker einzubeziehen und ggf. die Versorgung in definierten Spezialbereichen nur in Abteilungen guter Qualität zu erlauben. Am Beispiel der Frühgeborenen zeigt sich aber, dass Mindestmengen nicht immer der richtige Qualitätsmaßstab sind. Hierzu führt Helmut Schillinger aus: „Wenn es gelingt Mütter bei Problemen in der Schwangerschaft mit dem Entbindungszeitpunkt so weit wie möglich in Richtung des errechneten Termins zu bringen, sagt das für mich mehr über Versorgungsqualität als eine möglichst hohe Zahl an behandelten Frühchen um Mindestmengen zu erreichen.“ Auch einer stärkeren ambulant-stationären Vernetzung wird für die Zukunft ein hoher Stellenwert zugemessen. Dagegen sind Daseins-Vorsorge (speziell im Gesundheitssektor) und Gewinnmaximierung nach Überzeugung vieler Teilnehmer als Ziele nicht vereinbar.

Mehr zum Thema auf markgraefler.de:
Beitrag: Chefarztwechsel im St. Josefskrankenhaus
Beitrag: "Lungenentzündung – die unterschätzte Gefahr"
Beitrag: Spezialisierung der Inneren Medizin im RKK Klinikum
Beitrag: Hilfe ohne Umwege - Die chirurgische Ambulanz am St. Josefskrankenhaus
Beitrag: 500. „Bobbele“ im St. Josefskrankenhaus zur Welt gekommen
Beitrag: Erfolgreiche Therapie bei Beschwerden am Kreuz-Darmbein-Gelenk
Beitrag: Erstes „Bobbele“ auf der Station St. Elisabeth geboren
Beitrag: Regionalverbund kirchlicher Krankenhäuser mit neuem Namen
Beitrag: Ergänzungsneubau im St. Josefskrankenhaus
Beitrag: Moderne Diagnose- und Therapieverfahren im RkK
Beitrag: Moderne Wirbelsäulentherapie
Beitrag: Hilfe bei Fuß- oder Schulterschmerzen
Beitrag: Unterstützung für kranke Kinder und ihre Familien
Eintrag: Willkommen im RKK Klinikum in Freiburg und Waldkirch
Verzeichnisse: Gesundheitsversorgung im Markgräflerland

Externe Links zum Thema:
www.rkk-klinikum.de

Alle Texte und Bilder unterliegen dem Urheberschutzgesetz.
Bildnachweis (nach Reihenfolge): (1) © RKK Klinikum
Donnerstag, den 24. Juli 2014 um 16:06 Uhr | Dirk Ruppenthal
kat color

Suche

Teaser Markgräfler Fotogalerien
Teaser Mitmachen bei www.markgraefler.de
Anzeigen
Banner Buchhandlung Beidek Müllheim
markgraefler.de
 
 
 

Die Region - Städte und Gemeinden - Geschichte - Freizeit - Ausflugsziele - Sehenswürdigkeiten - Kultur - Theater - Museen - Veranstaltungen -
Stadt- & Weinfeste
- Konzerte & Festivals - Essen & Trinken - Gastronomie -
Einkaufen - Einzelhandel - Bio & Natur - Touristik - Branchen - Service

markgraefler.de nutzt das CMS Joomla! 1.5
Webdesign und Internetprogrammierung: art-box media werbeagentur, dirk dölker, 79379 müllheim, www.art-box-media.de