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Geriatrische Frührehabilitation zeigt Wirkung - RKK Klinikum verzeichnet in 2016 ein Wachstum von 35 Prozent

Um Patienten auch in einer immer älter werdenden Gesellschaft eine optimale Versorgung anbieten zu können hat das RKK Klinikum seinen Schwerpunkt für Altersmedizin ausgebaut. Die im Frühjahr 2016 im St. Josefskrankenhaus eröffnete Station IDA (Interdisziplinäre Altersmedizin) hat sich bereits nach wenigen Wochen bewährt. Im Vergleich zum Vorjahr (244 Patienten) wurden im Jahr 2016 bis Oktober 330 Patienten im Bereich Geriatrisch frührehabilitative Komplexbehandlung (GFK) behandelt, was einem Anstieg von 35 Prozent entspricht. Bei der über 19 Betten verfügenden Station handelt es sich um die einzige Einrichtung dieser Art im Großraum Freiburg.

„Die Zusammenführung und Verstärkung der vorhandenen Ressourcen unterschiedlicher Fachrichtungen auf einer Station war richtig“, freut sich Geschäftsführer Bernd Fey. „Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels ist davon auszugehen, dass dieser Trend weitergeht“, betont der Ärztliche Leiter des Fachbereichs Neurologie, Psychiatrie und Geriatrie Dr. Bernd Köster und ergänzt: „Die heimatnahe und ganzheitliche geriatrische Versorgung steht im Mittelpunkt der geriatrischen Frührehabilitation“.

Dr-Bernd-Koester-auf-der-Station-IDAUm die Selbständigkeit und Mobilität wieder zu erlangen, bedarf es einer besonderen, ganzheitlichen Versorgung in Form aktivierender und trainierender Maßnahmen sowie sozialer Begleitung, Beratung und Unterstützung. In vielen Fällen kann durch die GFK eine Pflegebedürftigkeit vermieden werden und können Patienten mobiler, selbstständiger und stabiler nach Hause entlassen werden.

Auf der Station IDA arbeiten speziell im Bereich geriatrische Pflege geschulte Pflegekräfte und Ärzte verschiedener Fachrichtungen eng mit Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden und Sozialarbeitern zusammen, um den Patienten eine individuelle ganzheitliche Behandlung und Begleitung zu ermöglichen. Ziel ist es, die persönlichen Ressourcen der Patienten so zu fördern, dass sie ein größtmögliches Maß an Selbstständigkeit zurückgewinnen bzw. behalten, um möglichst in ihre gewohnte Umgebung zurückkehren zu können.

Frührehabilitativ behandelt werden im St. Josefskrankenhaus ältere und hochaltrige Patienten mit akuter Erkrankung (z. B. Lungenentzündung, Herzinsuffizienz, Knochenbruch, Schlaganfall, Parkinson-Erkrankung etc.). Auch akut Erkrankte mit alterstypischen Beeinträchtigungen wie Immobilität, Mangelernährung, Gebrechlichkeit, erhöhtem Sturzrisiko sowie Verwirrtheitszuständen und Demenzen zählen zu den Patienten. Eine wesentliche Rolle spielt hier die enge Verzahnung der frührehabilitativen Maßnahmen mit den akutmedizinischen Maßnahmen in den Fachgebieten Innere Medizin, Chirurgie, Neurologie. Hierzu findet täglich interdisziplinärer Austausch statt.

Die Station IDA unterstützt zudem bei der Beantragung von Sozialleistungen und bei der Pflegestufeneingruppierung stationärer Patienten. Viele ältere Menschen reagieren auf eine akute Erkrankung, auf Eingriffe oder auch die unvertraute Krankenhaus-Umgebung mit Verwirrtheit, Unruhe oder Antriebslosigkeit. Hierbei handelt es sich um ein sogenanntes Delir und damit um eine oft lebensbedrohliche Erkrankung. Eine Besonderheit der IDA ist, diese Patienten durch die Präsenz speziell geschulten Personals engmaschig und rund um die Uhr zu betreuen. Dadurch wird auf die Patienten aktivierend oder beruhigend eingewirkt und es entsteht ein therapeutisch wichtiger, vertrauensvoller Kontakt. Durch dieses Konzept können z. B. Stürze verhindert und der Einsatz ruhigstellender Medikamente deutlich reduziert werden.
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www.rkk-klinikum.de

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Bild(er) zur Verfügung gestellt von:  RKK Klinikum (Foto Prof. Dr. Brunner: Conny Ehm)
Dienstag, den 22. November 2016 um 08:23 Uhr | Dirk Ruppenthal
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