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Zu Gast bei Fremden: Erster und bisher einziger Supper Club im Markgräflerland startet im Januar

Am 9. Januar 2016 feiert "Esskultur", der erste und bisher einzige so genannte Supper Club im Markgräflerland, seine Premiere. Das Prinzip der Supper Clubs ist schnell erklärt: Hobbyköche richten in ihrer Privatwohnung ein Abendessen aus. Allerdings nicht für Freunde, Nachbarn oder die Familie, sondern für völlig Fremde. In familiärer Atmosphäre wird dabei fachmännisch aufgetischt.

„Supper“ ist das englische Wort für „Abendessen“. Supper Clubs gibt es schon seit über einem Jahrhundert. Angefangen hat wohl alles in Kuba, später schwappte es dann in die USA über, wo Dinner Clubs in 30er und 40er Jahren ihren Höhepunkt hatten. In jüngster Zeit findet man Supper Clubs (oder auch Underground Restaurants) mehrheitlich in England, von wo sie sich in die ganze Welt ausbreiten. Inzwischen gibt es in Berlin, München, im Ruhrgebiet und in Stuttgart eine aktivere "Szene". Dabei gibt es unterschiedliche Ausführungen. Von festen Gruppen, die immer im Wechsel füreinander kochen bis hin zu richtigen halblegalen Restaurants im Untergrund.

Leute, die sonst nie an einem Tisch sitzen würden


„Ich bin passionierter Hobbykoch und von der Idee eines Supper Clubs sehr begeistert. Ich liebe es für andere zu kochen. Als ich das erste Mal davon hörte, sprach mich die Idee sofort an. Nach einigen Jahren ließ sie mich nicht mehr los und ich entschied mich, selbst einen Supper Club ins Leben zu rufen“, erläutert Simon Zähringer*, Betreiber von „Esskultur“, dem bisher ersten und einzigen Supper Club im Markgräflerland.

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Seinen richtigen Namen möchte er nicht nennen. Denn das Geheimnisvolle gehört zum Erlebnis dazu. „Bis wir uns an der Tür treffen, wissen unsere Gäste nicht, wer wir sind und wir nicht, wer kommt. So bleibt es für alle eine Überraschung. Das ist das Bereichernde“, freut sich der Markgräfler. „Wir bringen Leute zusammen, die sonst nie an einem Tisch sitzen würden.“

2015-10-30_19.49-webSupper Clubs haben grundsätzlich einen „verschwörerischen“ Charakter. Die Örtlichkeit wird erst kurz vor dem Termin bekannt gegeben, die Kontakte werden übers Internet geknüpft und das Menü manchmal erst am Abend und Ort selbst bekannt gegeben. Da ein gewerblicher Betrieb dieser Art nicht ganz legal ist, beschränken sich die meisten auf eine Spende. Viele legen von Beginn an fest, wie hoch diese sein soll. Andere lassen einfach einen Spendentopf rumgehen, wo die Gäste zumindest die ungefähren Anschaffungskosten für Essen und Trinken begleichen können, zuzüglich vielleicht einem kleinen Bonus, wenn es ihnen gut gefallen hat.

Teilnehmen können alle, die sich schnell genug anmelden


Bei „Esskultur“ werden vorerst jeweils 6 Gäste eingeladen werden. Teilnehmen an dem besonderen Abend können alle, die sich schnell genug anmelden, gutes Essen lieben und den Mut haben, etwas Neues auszuprobieren. Alle wichtigen Informationen, wie die Mailadresse zur Anmeldung oder FAQs findet man auf www.esskultursupperclub.blogspot.de.

Geboten wird ein Menü – natürlich unter Rücksichtnahme auf eventuelle Allergien – und Getränke (Wasser, Säfte und Weine, vorzugsweise aus der Region). Geplant war ursprünglich, das Menü erst kurz vor dem eigentlichen Termin bekannt zu geben. Allerdings haben sich die Betreiber von „Esskultur“ entschieden, für das erste Dinner das Menü bekannt zu geben, damit die eventuelle Hemmschwelle für eine Teilnahme geringer ist. (Menükarte mit Klick auf Bild vergrößern)


Online-Plattform befreit Supper Clubs aus rechtlicher Grauzone


Über die Frage nach der Legalität solcher Supper Clubs in Deutschland grübeln die Experten. Einig ist man sich nur, dass im Falle einer Gewinnerzielungsabsicht der jeweilige Supper Club illegal wäre. Deshalb gibt es seit neuestem eine Online-Plattform, auf der Supper Clubs gelistet sind – Buchungssystem inklusive. Unter www.supperclubbing.com können Hobbyköche ihre Dienste anbieten und Neugierige das Essen ihrer Wahl finden. Mittlerweile hat die Seite etwa 500 Nutzer, die gemäß AGBs eine Gewinnerzielungsabsicht ausschließen müssen. Damit ist das Supper Clubbing jetzt nicht nur einfacher, sondern auch legal. Selbstverständlich ist in dem Portal auch "Esskultur" mit dem Dinner im Januar vertreten.

*Name von der Redaktion geändert
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Bild(er) zur Verfügung gestellt von: Esskultur Supper Club
Freitag, den 04. Dezember 2015 um 09:00 Uhr | Dirk Ruppenthal
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