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Die Muettersproch-Gsellschaft

Im Jahre 1966 gründete in Freiburg ein Kreis von Mundartdichtern die „Muettersproch-Gsellschaft“. Seither setzt sich der Verein mit diversen Aktionen für den Erhalt des Alemannisch ein.

Der weit verbreitete Aufkleber der Muettersproch-Gsellschaft "Bi uns cha me au alemannisch schwätze" (Bei uns kann man auch alemannisch reden.)Derzeit engagieren sich 3.500 Mitglieder aus dem Elsass, Vorarlberg, der Schweiz und Südbaden in 21 Regionalgruppen. Zu den Mitgliedern zählen meistens Autoren und Liedermacher, die alemannische Texte verfassen. Die einzelnen Regionalgruppen engagieren sich unter eigener Leitung und mit individuellen Projekten für ihre Region. Denn zwischen den Regionen gibt es geringfügige, aber für Dialektsprecher deutlich hörbare, Unterschiede des Dialektes.

Der Verein sieht die alemannische Sprache als Kulturgut, welches es stets zu pflegen gilt. Deshalb werden Anthologien veröffentlicht und verschiedene Dialekt-Wettbewerbe veranstaltet. Jedes halbe Jahr wird die Zeitschrift „Alemannisch dunkt üs guet “ (Alemannisch finden wir gut) heraus gebracht und mit Begeisterung auch gelesen. Außerdem verleiht der Verein die Auszeichnung „Alemanne-Antenne“ an Personen, die sich im Rundfunk und Fernsehen für die alemannische Mundart einsetzten.

Neuester Aufkleber der Muettersproch-GsellschaftDarüber hinaus engagiert sich der Verein mit Aktionen auf den Straßen. Sie verteilen Postkarten und Aufkleber um die Mundart zu verbreiten. Ihr blauer Aufkleber aus dem Jahr 1975 mit der Aufschrift „Bi uns cha me au alemannisch schwätze“ ist das Markenzeichen des Vereins. Dieser Aufkleber taucht in zahlreichen Geschäften und Büros auf und zeigt damit die Begeisterung für den alemannischen Dialekt. Inzwischen gibt es schon eine ganze Aufkleberreihe. Der neuste Aufkleber der „Muettersproch-Gsellschaft“ trägt die Aufschrift „Europa der Regionen, un `s Alemannisch mitte drin“.

Ein weiteres Ziel des Vereins ist es die Muttersprache an die nächsten Generationen weiter zu geben. Dafür engagieren sich die „Muettersproch-Gsellschaft“ und die „schwäbische munt.art e.V.“ mit dem Projekt „Mundart in der Schule“. Dabei gestalten Autoren, Musiker, Kabarettisten und Interpreten eine Doppelstunde an Schulen zum Thema Mundart. Somit soll die Mundart an Schulen gepflegt und die regionale Identität gestärkt werden. Denn sogar die Pisa-Studie bestätigt, dass die Mundart keine Nachteile für Schüler bringt. Im Gegenteil, sie fördert die Entwicklung durch die größere Bandbreite der Ausdrucksweise. Der Verein hofft deshalb auch, die junge Generation für Alemannisch zu begeistern.

Da auch uns der alemannische Dialekt am Herzen liegt, werden wir von Zeit zu Zeit weitere Berichte zu diesem Thema hier einstellen.
Mehr zum Thema auf markgraefler.de:
Beitrag: Das Feldberger Dichterwegli
Beitrag: Das Hebeljahr 2010
Beitrag: Der alemannische Dialekt
Beitrag: Johann Peter Hebel
Beitrag: Parks und Gärten im Markgräflerland
Beitrag: Paula Hollenweger

Externe Links zum Thema:

www.alemannisch.de
www.alemannisches-institut.de

Alle Texte und Bilder unterliegen dem Urheberschutzgesetz.
Bildnachweis (nach Reihenfolge): (1-2) © Muettersproch-Gsellschaft - alemannisch.de
Montag, den 29. August 2011 um 15:49 Uhr | Tatjana Karch
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