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Anpassung und Wandel als Erfolgsrezept

Prof. Dr. Helmut Roskamm, erster Ärztlicher Direktor des Herz-Zentrums Bad Krozingen, hat im Rahmen einer Chronik die Entwicklung des Herz-Zentrums in den ersten Jahrzehnten seiner Existenz nachvollzogen. Anlässlich der Übergabe der Chronik an die Geschäftsführung wurde auch das 10-jährige Jubiläum von Prof. Dr. Franz-Josef Neumann als Geschäftsführender Ärztlicher Direktor gewürdigt und die 1992 gegründete Privatstation nach aufwändigen Sanierungsarbeiten in neuem Glanz auch offiziell in Betrieb genommen.

Übergabe der Chronik zur Entwicklung des Herz-Zentrums Bad Krozingen. Herr Bernd Sahner, Professor Dr. Franz-Josef Neumann und Professor Dr. Helmut Roskamm (von l. nach r.)In der Chronik wurden neben der ausführlichen Darstellung der in vier Subperioden gegliederten Zeit von 1964 bis 2001 spezifische Merkmale und Anliegen herausgearbeitet, die bis zur Gegenwart nichts an ihrer Aktualität eingebüßt haben: Erste Priorität hat die interdisziplinär abgesicherte beste klinische Versorgung des einzelnen Patienten auf höchstem technischen Niveau. Zentrale Erfolgsfaktoren sind moderne Leitungsstrukturen und kompetente Mitarbeiter, die dank einer geringen Fluktuation über viel Erfahrung und gegenseitiges Verständnis verfügen. Die Herausgabe des über viele Jahre am häufigsten verbreiteten deutschsprachigen kardiologischen Lehrbuchs ist ein Symbol für den Anspruch, einen von zahlreichen Habilitationen begleiteten aktiven Beitrag zum medizinischen Fortschritt zu leisten und das Wissen im Rahmen eines umfangreichen Fortbildungskonzeptes mit bis heute 144 Veranstaltungen weiterzugeben.

„Skeptiker haben anfänglich häufig geäußert, dass man doch ´auf der grünen Wiese´ kein großes Herzzentrum aufbauen könne. Die Chronik ist ein Lehrstück dafür, dass man das trotzdem schaffen kann“, erläuterte Professor Dr. Helmut Roskamm. Nach der offiziellen Übergabe der Chronik an das Herz-Zentrum bedankte sich die Geschäftsführung bei Professor Roskamm für die in liebevoller Detailarbeit zusammengestellten Zeitläufe. „Die Chronik gibt äußerst wertvolle Einblicke in viele bis heute gültigen Erfolgsfaktoren des Herz-Zentrums Bad Krozingen“, stellte Professor Dr. Franz-Josef Neumann fest und ergänzte: „Durch einen ständigen Prozess von Anpassung und Wandel ist es Professor Roskamm gelungen, aus dem ehemaligen Reha-Zentrum ein internationales Kompetenzzentrum zu formen.“

Die neu sanierte Privatstation im Herz-Zentrum Bad KrozingenDie gleichzeitig mit der Chronik vorgestellte Privatstation wurde nach dem bereits 2004 erfolgten Umbau der Station 6, in fast einjähriger Umbauzeit auf den Stationen 4 und 5 komplett saniert. Die 45 großzügig gestalteten, komfortablen Einzelzimmer mit Hotelzimmer-Charakter entsprechen einem hochmodernen Standard auf bestem medizinisch-technischem, energetischem und architektonischem Niveau. „Wahlleistungs-Patienten bietet sich in den großzügig gestalteten Räumlichkeiten viel Raum für Privatheit“, führte Verwaltungsdirektor Bernd Sahner aus. Die Zimmer verfügen über Medizintechnik der neuesten Generation. Weiterhin sind alle Zimmer mit von Designerhand entworfenem Mobiliar, Flachbildfernseher, PC- und Internetanschlüssen ausgestattet. Die Fensterelemente mit Blick auf das Markgräfler Land verfügen über moderne Sonnenschutzlamellen, die Klimatisierung erfolgt über das zentrale Klimakaltwassernetz. Über Schiebetüren zugängliche Nasszellen in den durchgängig mit Balkon ausgestatteten Zimmern sind für Patienten mit Behinderungen besonders geeignet. Die neuen Stationen sind mit neu konzipierten, transparenten und gut sichtbaren Stationsstützpunkten mit integrierten Patientenküchen und raumhohen Glaswänden mit Illumination ausgestattet. Die dabei verwendeten Blumenmotive, die Farbgebung, die LED-Beleuchtung und nicht zuletzt die ausgestellten Kunstwerke strahlen eine moderne Behaglichkeit aus.

Ab sofort ist die Chronik auf der Homepage des Herzzentrums Bad Krozingen unter www.herzzentrum.de/hzod/chronik.html abrufbar.


Die Subperioden der Chronik


Subperioden 1964 bis 1972 und 1972 bis 1978

Nachdem in der Zeit von 1964 bis 1972 die ursprünglichen Vorstellungen des Bundesarbeitsministeriums erheblich modifiziert und die ursprünglich auf die reine Rehabilitation konzentrierte Konzeption um eine umfassende Kardiologie ergänzt wurde, beginnt die zweite Subperiode (1972 bis 1978) mit der Eröffnung des Benedikt-Kreutz-Rehabilitationszentrums für Herz- und Kreislaufkranke (RHZ) Bad Krozingen e. V. am 18. Oktober 1972. Schon nach kurzer Zeit war Bad Krozingen die Institution in Deutschland, in der die meisten Koronarangiographien (Herzkatheteruntersuchungen) vorgenommen wurden. Für eine zunehmende Zahl von Patienten ergab sich hieraus die Empfehlung zur operativen Therapie. Wegen zunächst noch unzureichender herzchirurgischer Kapazitäten in Deutschland wurde eine enge Kooperation mit der kardiochirurgischen Klinik in Genolier/Genf eingegangen und später mit erheblicher Unterstützung der Rentenversicherungsträger eine eigene Herz- und Gefäßchirurgie gegründet, Chefarzt wurde der Schweizer Dr. Martin Schmuziger.

Subperiode 1978 bis 1994

In die dritte Subperiode von 1978 bis 1994 fiel der Ausbau der Chirurgie mit über 1.000 Operationen jährlich und 1986 die Durchführung der ersten Herztransplantation in Baden-Württemberg durch den zweiten Chefarzt der Chirurgie, Professor Dr. Dietrich Birnbaum. Parallel dazu wurde ab 1980 die Aufdehnung eingeengter Herzkranzgefäße mit dem Ballonkatheter, die so genannte Koronardilatation (PTCA), eingeführt, ein gut funktionierendes Netz von Notärzten auf- und die Intensivmedizin weiter ausgebaut. Die 1984 implementierte Abteilung für klinische Pharmakologie war eine der ersten Abteilungen dieser Art, die auch eine medikamentöse Behandlung auf höchstem Niveau sicherstellten konnte. Ab 1991 begannen die Osteuropa-Seminare, bei denen insgesamt 130 Kardiologen jeweils 4 Wochen in Bad Krozingen mit den Standards der westeuropäischen Kardiologie vertraut gemacht wurden.

Subperiode 1994 bis 2001

Auch nachdem 1994 die längst überfällige Namensänderung von „Reha-Zentrum“ in „Herz-Zentrum Bad Krozingen“ erfolgte, wurde in der vierten Subperiode von 1994 bis 2001 der umfassende Rehabilitationsansatz nicht vergessen. Die so genannte Sekundärprävention (Prävention nach einem Ereignis) erlebte auch dank in Bad Krozingen durchgeführter Studien einen gewaltigen Aufschwung. Die Gründung neuer Spezialabteilungen für die Behandlung von Herzklappenerkrankungen, peripheren Gefäßleiden und Herzrhythmusstörungen sind Zeugnis großer Fortschritte in der Kardiologie und das Fundament, um auch außerhalb Bad Krozingens die Entwicklung der Medizin voranzutreiben. Durch die Aufbauhilfe des Herz-Zentrums Bad Krozingen und mit Unterstützung durch die damaligen Spitzenpolitiker Außenminister Genscher und Staatspräsident Schewardnadse konnte im Jahr 2001 das bis heute einzige, kontinuierlich arbeitende und mit georgischem Personal besetzte Herz-Zentrum Georgiens in Tiflis aufgebaut werden.

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Externe Links zum Thema:
www.herzzentrum.de


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Bildnachweis (nach Reihenfolge): (1-2) © Herz-Zentrum Bad Krozingen
Dienstag, den 01. November 2011 um 11:57 Uhr | Dirk Ruppenthal
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