Headpic Veranstaltungen im Markgräflerland

Das Hebeljahr 2010 im Markgräflerland


"250 Jahre Johann Peter Hebel bedeuten zugleich 250 Jahre Aufklärung, Toleranz und Menschlichkeit." Mit diesen Worten erläuterte der baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus die Relevanz des Hebeljahres 2010. Hebel, der sich als Theologe, Pädagoge, Politiker und vor allem als Dichter einen Namen gemacht hat, sei mit seinem "offenen und liberalen Denken" auch heute noch "von höchster Bedeutung für unsere Gesellschaft".

J_P_HebelNach seiner Geburt 1760 in Basel war Hebel überwiegend in Hausen im Wiesental aufgewachsen. Seine Schulzeit gipfelte in einem Theologiestudium in Erlangen, das er 1778 abschloss. Noch im selben Jahr begann eine steile Karriere: vom Hauslehrer über eine Hilfslehrstelle im Lörracher Pädagogium zur Berufung als Subdiakon ans Karlsruher Gymnasium, wo er nur kurze Zeit später schon zum Hofdiakon befördert und zum außerordentlichen Professor ernannt wurde. Mit seiner Professur in Karlsruhe einher ging jedoch auch die Sehnsucht nach seiner Heimat, was ihn dazu brachte, in der Mundart seiner Heimatstadt seine "Alemannischen Gedichte" zu schreiben. Seine ersten Gedichte erschienen ab 1803 und erfreuten sich sofort großer Beliebtheit, erfuhren sogar in kurzer Folge mehrere Auflagen. In ihnen erzählte er von der Tier- und Pflanzenwelt seiner Heimat, aber auch Liebe, Arbeit und Tod thematisierte Hebel.

Hebels "Biblische Geschichten" jahrelang Lehrmaterial


Seine nächsten Veröffentlichungen, die auf große positve öffentliche Resonanz stießen, waren die von ihm verfassten Kalendergeschichten, die stets Neuigkeiten, Schwänke oder lustige Anekdoten aufgriffen und verarbeiteten. Später arbeitete Hebel auch "Biblische Geschichten" aus, die jahrelang sogar als Lehrmaterial verwendet wurden - hier kamen alle seine Begabungen aus Theologie, Pädagogik und Literatur zusammen. Auch kamen hierbei seine Ansichten zur Aufklärung zum Ausdruck, ebenso spiegeln sich Toleranz und Menschlichkeit in den Texten wider.

1819 wurde Hebel dann sogar erster Prälat der evangelischen Landeskirche und konnte so mit seinen weltoffenen Ansichten entscheidenden Einfluss bei der Vereinigung von reformierter und lutheranischer Kirche ausüben.

Von Mai bis Oktober 2010 drehte sich alles um den wohl bedeutendsten Poeten des Markgräflerlandes


Die Baden-Württemberg-Stiftung konnte also im Rahmen des Literatursommers 2010 nach Eduard Mörike im Jahr 2004 mit Johann Peter Hebel wieder einen großen baden-württembergischen Dichter ehren. Dazu stellte sie ein Programm zusammen, das keine Wünsche mehr offen ließ: Von Lesungen aus Hebels Schriften und denen seiner Bewunderer über Austellungen, Theaterabende, literarische Spaziergänge, Kolloquien, Podiumsdiskussionen, Radiosendungen und Vorträge bis hin zu verschiedenen Wettbewerben drehte sich von Mai bis Oktober alles um den wohl bedeutendsten Poeten der Regio.

Mehr zum Thema auf markgraefler.de:
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Beitrag: Johann Peter Hebel
Beitrag: Parks und Gärten im Markgräflerland
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Beitrag: Die Muettersproch-Gsellschaft

Externe Links zum Thema:

www.alemannisch.de
www.alemannisches-institut.de
www.hebeljahr2010.de

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Bildnachweis (nach Reihenfolge): (1) © gemeinfrei
Autor: Geschrieben von: Bastian Heinrich PDF Drucken Diese Seite empfehlen Zum Seitenanfang zurück
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